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Waage (Einstellungen)

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Waage-Einstelldialog

Den Menüpunkt  zur Konfiguration der Waage finden Sie unter „Zubehör/Einstellungen“.

Die Warenwirtschaft EULANDA® unterstützt die Anbindung einer elektronischen Versand-Waage über die serielle Schnittstelle (=COM-Port). Sollte Ihre PC über keine serielle Schnittstelle verfügen, so muss ein entsprechendes Konverterkabel verwendet werden, dass serielle Daten in USB-Daten umsetzt. Diese Kabel werden intern meist mit hohen COM-Port-Nummern angesteuert. Im Gerätemanager des PCs werden diese dann aufgeführt.

Allgemeines
Arbeitsplatz Hier wählen Sie den Arbeitsplatz aus, an dem die Waage angebunden werden soll. Es wird standardmäßig pro Mandanten eine Waage für den Versand unterstützt.

Diese Einstellung ist nur dann sinnvoll, wenn die Waage über Autostart konfiguriert ist.

Autostart Bei definiertem Arbeitsplatz wird das Waagen-Modul mit den eingestellten Schnittstellen-Parametern initialisiert.
Serielle-Schnittstelle
Comport Geben Sie die Schnittstelle an, an der die Waage angeschlossen ist. Es werden COM1 bis COM9 unterstützt, so dass damit auch die handelsüblichen USB-Konverterkabel verwendet werden können.
Baudrate Stellen Sie die Schnittsstellen-Geschwindigkeit der Waage ein. Diese muss mit der Baudrate der Waage selbst übereinstimmen. Üblich ist die Baudrate 9600. Folgende Baudraten werden unterstütz: 150,300,600,1200, 2400,4800,9600,19200,38400,57600 und 115200.
Parität Stellen Sie die Parität der Schnittstelle ein. Diese muss mit der Parität der Waage selbst übereinstimmen. Üblich ist der Wert „Keine“ (=None). Folgende Paritäten werden unterstütz: Keine (=None), Gerade (=Even), Ungerade (=Odd), Leerzeichen (=Space) und markiert (=mark).
Datenbits Stellen Sie die Anzahl Datenbits der Schnittstelle ein. Diese muss mit den  Datenbits der Waage selbst übereinstimmen. Üblich ist der Wert „7“. Folgende Datenbits werden unterstütz: 7 und 8.
Stopbits Stellen Sie die Anzahl Stopbits der Schnittstelle ein. Diese muss mit den  Stopbits der Waage selbst übereinstimmen. Üblich ist der Wert „1“. Folgende Stopbits werden unterstütz: 1 und 2.
Flusskontrolle Stellen Sie die Art der Flusskontrolle (=Flowcontrol) der Schnittstelle ein. Die Flusskontrolle steuert  ob und wie auf den Schnittstellenpartner gewartet wird. Man unterscheidet Hardware und Software Flusskontrolle. Bei der Hardware-Flusskontrolle ist ein entsprechend umfangreich belegtes serielle Kabel notwendig. Durch die Waage und das Kabel  wird die Flusskontrolle bestimmt. Üblich ist der Wert „keine“, da Waagen im allgemeinen schnell genug beim Senden und die Größe der Daten sehr klein ist. Folgende Flusskontrollen (=Handshake) werden unterstütz: Keine, Software (XON/XOFF), Hardware (RTS/CTS) und Hardware über die Kabel-Signale DTR und DSR.  Ein Hardware-Handshake erfordert ein voll belegtes Schnittstellenkabel.
DTR Stellt ein, ob das DTR-Signal (Pin am Stecker) vor der Übertragung angehoben werden soll. Damit diese Einstellung eine Auswirkung hat, muss ein voll belegtes Schnittstellenkabel verwendet werden. Der Standard für diese Einstellung ist „Ja“.
RTS Stellt ein, ob das RTS-Signal (Pin am Stecker) vor der Übertragung signalisieren soll, dass Daten erwartet werden. Einige Kabel überbrücken dieses Signal direkt im Anschluss-Stecker (=PIN) als Gegenantwort.
Damit diese Einstellung eine Auswirkung hat, muss ein voll belegtes Schnittstellenkabel verwendet werden. Der Standard für diese Einstellung ist „Ja“.
RS485 Stellt ein, ob das RTS-Signal (Pin am Stecker) automatisch vor und nach der Übertragung angehoben und abgesenkt werden soll. Diese Einstellung sollte nur verwendet werden, wenn ein PC bzw. ein Schnittstellenkonverter RS485 verwendet. Damit diese Einstellung eine Auswirkung hat, muss ein voll belegtes Schnittstellenkabel verwendet werden. Der Standard für diese Einstellung ist „Nein“.
Event-Word Ein nicht von allen Schnittstellen unterstütztes Flag im Schnittstellenbaustein und unüblich in der Verwendung. Der Standard für diese Einstellung ist „Nein“.
MSR Verwendet das Modem-Status-Register. Diese Einstellung wird von Waagen normalerweise nicht unterstützt. Der Standard für diese Einstellung ist „Nein“.
Protokollieren Schreibt ein Schnittstellenprotokoll mit. Hierzu muss der Benutzer an diesem Arbeitsplatz Schreibrechte in den EULANDA.EXE-Ordner haben. Der Standard für diese Einstellung ist „Nein“.
Feldende In der Regel senden Waagen am Ende eines erkannten Gewichts eine vereinbarte Zeichenfolge. Die Waage von Bizerba benutzt z.B. das Wort „KG“ für den Abschluss. Ein solcher Feldabschluss verbessert die Genauigkeit der Lesequalität. Neben ASCII-Zeichen können auch Steuercodes als Abschluss-Zeichen gesendet werden. EULANDA® untersützt hierbei (=13), (=10), (=8), (=27), (=7). Die Werte in runden Klammern sind die dezimalen Binärwerte. Ein Feldende eines Gewichts, dass mit einer Zeichenkette „KG“ und einem Wagenrücklauf mit Zeilenvorschub endet (=Carriage Return und LineFeed), wird dann wie folgt dargestellt:

KG

Waagen-Test

Eingestellte Schnittstellen-Parameter können direkt mit einer angeschlossenen Waage getestet werden. Nachdem das Port über die Schaltfläche geöffnet wurde, steht EULANDA® auf Empfang. Legen Sie nun auf die Waage ein Paket und betätigen Sie ggf. an der Waage die Taste zum Übertragen des Gewichts.

Im Block „Gelesen am COM-Port“ werden die von EULANDA® übernommenen Zeichen dargestellt. Hierbei ist es normal, dass die Daten teilweise in eigenen Zeilen dargestellt werden, dies hängt von PC- und Schnittstellen-Geschwindigkeit ab. Sollten  im gelesenen Block jedoch wirre Zeichen, die bei jedem Lesevorgang anders dargestellt werden stehen, so stimmen die Schnittstellenparameter noch nicht korrekt für die angeschlossene Waage überein. Ändern Sie in diesem Fall die Schnittstellen-Parameter ab, schließen Sie das Port öffnen Sie es anschließend erneut und wiederholen Sie den Test. Das einfachste ist es, Sie kontaktieren den technischen Support des Waagenherstellers und fragen wie die Waage konfiguriert ist. Teilweise lassen sich Waagen auch per Schaltbrettchen an der Waage oder in einem speziellen Terminalmodus konfigurieren.

Im rechten Block wird das Gewicht ausgewertet. Hier sollte in jeder Zeile ein gelesenes Gewicht stehen. Wiederholen Sie den Test mindestens 50 mal. Es darf kein falsches oder fehlendes Gewicht angezeigt werden.

Einige PCs haben minderwertige Schnittstellen ohne gepufferte UART-Bausteine. Verwenden Sie in diesem Fall besser ein serielles USB-Konverterkabel und schließen Sie die Waage an den USB-Bus Ihres PCs an. Die neuen Kabel haben in der Regel eine gepufferte Schnittstelle.