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Aufbau des Fibunorm-Formats 2.0

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Dateiname: *.FBU

Satzlänge: 128 Bytes + CR LF

Am Anfang einer Datei steht immer ein Vorlaufsatz (V-Satz). Hierin sind die Versionsnummer des Fibunorm-Formats, Erstellungsdatum usw. enthalten.

Jede Rechnung wird durch einen Kopfsatz (H-Satz) eingeleitet und kann durch Namens- (N-Satz), Adress-Felder (A-Satz) und Erweiterungsfelder (X-Satz) erweitert werden. Am Ende einer Rechnung muss mindestens ein Splitt-Satz (S-Satz) mit den Netto-Beträgen stehen. Wird mit verschiedenen Erlöskonten gearbeitet, so wird für jedes Erlöskonto ein Splitt-Satz übertragen. Unbekannte Satzarten müssen beim Einlesen ignoriert werden.

Numerische Felder (###) werden rechtsbündig mit führenden Blanks dargestellt. Beim Einlesen sollten jedoch auch linksbündige Felder verarbeitet werden können. In Feldern mit Dezimalpunkt, wird dieser immer als Punkt (.) mitübertragen. Jeder Datei ist ein Vorlaufsatz mit Versionsnummer und Erstellungs-Datum vorangestellt.

Am Ende der erfolgreichen Umsetzung in das FIBU-Format sollte die FBU-Datei gelöscht werden.

 

V-Satz (Vorlaufsatz)

Der V-Satz ist ein Vorlaufsatz, der einmal am Anfang der Datei ausgegeben wird.

Feld  Wert  Ab  Bis  Länge  Format  Bemerkung
Kennung  1 1 1   Vorlaufs-Satz
frei    2 3 2   Reserviert
VersDatum    4 11 8 TT.MM.JJ Schnittstelle
VersNr    12  16 5 XX.XX Schnittstelle
ErstellDatum    17 24 8 TT.MM.JJ Filedatum
ErstellTxt       25 64 40 ASCII  Zusatztext

Das Fibunorm-Format ist so aufgebaut, dass verschiedene Anwendungen die Datei erweitern können. Der „Erstelltxt“ aus dem Vorlaufsatz „V“ enthält nur den Anwendungsnamen, der die Datei erzeugt hat. Die satzweise Kennung steht im Kopfsatz (Header ) in der Satzart „H“. Über das 2. Feld kann die Anwendung benannt werden, die den Satz erzeugt hat, bzw. kann die Anwendung bestimmt werden, für die eine Rückgabe vorgesehen ist.

 

H-Satz (Headersatz)

Der H-Satz wird jeder Rechnung vorangestellt.

Feld  Wert  Ab  Bis  Länge  Format  Bemerkung
Kennung  1 1 1   Haupt-Satz
Anwendung    2 2 1   R=REV
F=EURO
E=Eulanda
Richtung    3 3 1   E=Export aus Anwendung
I=Import für Anwendung
GR    4 4 1   G=Gutschrift
R=Rechnung
Rnr    5 12 8   Rechnungsnummer
RnrDatum    13 20 8 TT.MM.JJ  Rechnungsdatum
Debitor    21 30 10 Ziffern  Debitorennummer
Brutto    31 40 10 #######.## Bruttobetrag
BuchTxt    41 80 40 ASCII  Buchungstext
Ziel    81 85 5 #####  Zahlungsziel
Kontoauszug    86 95 10 ##########  Nr. des Bankauszugs
ErstellDatum    96 103 8 TT.MM.JJ  
Referenz    104 123 20 ASCII  Für Rückimport z.B. Zahlungsausgleich

Das Feld „Anwendung“ gibt in Kombination mit dem Feld „Richtung“ an, aus welcher Anwendung der FIBU-Datensatz erstellt wurde (Richtung E für Export), oder für welche Anwendung ein Datensatz gedacht ist (I für Import).

Das Feld GR wird speziell von dem Programm EURO benutzt und gibt an, ob es sich bei dem FIBU-Datensatz um eine Rechnung oder eine Gutschrift handelt. Die EURO benutzt als Umsatz- bzw. Betragsfeld standardmäßig positive Beträge und kennzeichnet über dieses Feld den „negativen“ Betrag. Um das echte Vorzeichen eines Umsatzbetrags zu erhalten, muss der Betrag bei einem „G“ im Feld RG einfach mit -1 multipliziert werden. Dies ist immer korrekt.

Im Feld „Brutto“ wird der komplette Belegbetrag inkl. einer eventuellen Steuer übergeben. Die Aufsplittung auf verschiedene Erlöskonten erfolgt über die Satzart „S“ (Splittsätze).

Das Feld „Ziel“ enthält das Netto-Zahlungsziel in Tagen.

Das Feld „Kontoauszug“ enthält bei verbuchten Zahlungseingängen die Nummer des Kontoauszugs.

Das Feld „Erstelldatum“ enthält das Datum der Erstellung des Buchungssatzes. Nicht zu verwechseln mit dem Belegdatum. EULANDA® benutzt standardmäßig für die FIBU-Ausgabe eine Debitor-Sollstellung. Hier werden alle Belege am Monatsende erzeugt und das Erstelldatum ist dann dieses Exportdatum. Es ist jedoch auch möglich, eine Ist-Versteuerung zu erzeugen; dies wird von dem Programm EURO unterstützt. Die EURO exportiert dann in die Fibunorm-Datei jeweils bei Zahlungseingang den kompletten FIBU-Datensatz. Hier ist dann das Erstelldatum das Erfassungsdatum des Zahlungseingangs.

Die „Referenz“ (in Vorbereitung) dient zur eindeutigen Identifizierung einer Rechnung durch die Fakturierung und die FIBU. Wird in der FIBU ein Zahlungseingang verbucht, so kann der Betrag an die Fakturierung über diese Referenz rückübertragen werden.

 

N-Satz (Namenssatz)

Der N-Satz enthält die Namensfelder des Adress-Datensatzes.

Feld  Wert  Ab  Bis  Länge  Format  Bemerkung
Kennung  1 1 1   Namens-Satz
frei    2 3 2   Reserviert
Match    4 33 30 ASCII  Kundenmatch (Großschrift)
Name1    34 63 30 ASCII  Namenszeile 1
Name2    64 93 30 ASCII  Namenszeile 2
Name3    94 123 30 ASCII  Namenszeile 3

 

A-Satz (Adress-Satz)

Der A-Satz dient als Erweiterung des Namenssatzes.

Feld  Wert  Ab  Bis  Länge  Format  Bemerkung
Kennung  1 1 1   Adress-Satz
frei    2 3 2   Reserviert
Strasse    4 33 30 ASCII  
Ort    34 63 30 ASCII  PLZ mit Ort
Bankeinzug    64 64 1 (J/N)
frei    65 65 1    
Bankname    66 95 30 ASCII  
BLZ    96 103 8 ASCII  
Bankkonto-Nr.   104 114 10 ASCII  

 

X-Satz (Xtended erweiterter Satz)

Der erweiterte X-Satz dient im wesentlichen zur Übergabe von Skonti an die FIBU. Als Ziel wird das Feld „Fristdatum“ verwendet. Ist das Skonto auf den gesamten Rechnungsbetrag gültig, so wird das Feld „SkontoProzent“ verwendet und „SkontoBetrag“ enthält Blanks. Werden nur bestimmte Positionen mit Skonti belegt, so wird der Skontobetrag absolut im Feld „SkontoBetrag“ angegeben und das Feld „SkontoProzent“ enthält Blanks.

Feld  Wert  Ab  Bis  Länge  Format  Bemerkung
Kennung  1 1 1   Erweiterungs-Satz
frei    2 3 2   Reserviert
Skontoziel    4 11 8 TT.MM.JJ  
Nettoziel    12 19 8 TT.MM.JJ  
SkontoProzent    20 29 10 #######.##  
SkontoBetrag    30 39 10 #######.##  
Kostenstelle    40 49 10 ##########  
OpNr    50 57 8 ######## Offene-Posten-Nr
UstId    58 72 15   EU Steuerident-Nummer
XRnr   73 84 12   Erweiterte Rechnungsnummer mit 12 möglichen Stellen, ansonst wie Rnr aus A-Satz

 

S-Satz (Splittsatz)

Für jeden zu einer Rechnung verwendeten MwSt-Satz bzw. verwendetes Erlöskonto wird ein Splittsatz (S-Satz) angefügt. Wird eine IST-Buchhaltung verwendet (EAR), so können die Zahlungseingangs-Felder sowie das Finanzkonto im S-Satz übertragen werden.

Wird mit einer IST-Buchhaltung gearbeitet, so werden das Datum des Zahlungseingangs (ZE DATUM), das Finanzkonto und der Zahlungseingangs-Betrag (ZE Betrag gesplittet) im Splittsatz mit übergeben. Die Übertragung des Bruttopreises ist wegen eventueller Rundungsdifferenzen notwendig.

Bei der SOLL-Buchhaltung (reine Debitoren-Sollstellung, also FIBU’s) wird der Zahlungseingang nur in der FIBU eingetragen.

Feld  Wert  Ab  Bis  Länge  Format  Bemerkung
Kennung  1 1 1   Splitt-Satz
frei    2 3 2   Reserviert
Netto    4 13 10 #######.## Nettowert
Steuersatz    14 23 10 #######.## z.B. 16.00
Steuerbetrag    24 33 10 #######.##  
Erloeskonto    34 43 10 ########## z.B. 8600 Erl. 16%
MwStKonto    44 53 10 ##########  
ZE Datum    54 61 8 TT.MM.JJ EAR Zahldatum
Finanzkonto    62 71 10 ##########  z.B. 1000 Kasse
1200 Bank
ZE Betrag   72 81 10 #######.##  EAR Zahlbetrag